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Quaestio

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Wählen Sie Ort und Datum, dann erscheinen Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Tageslänge und die drei Phasen der Dämmerung.

Sonnenaufgang

07:13

Sonnenuntergang

18:37

0006121824
  • Tageslänge4 Min. 3 Sek. kürzer als gestern11 Std. 24 Min.
  • Sonnenhöchststand12:55
  • Sonnenhöhe mittags33°
  • Position52,52° N, 13,4° E

Morgen- und Abenddämmerung

  • Astronomische MorgendämmerungSonne 18 Grad unter dem Horizont. Der Himmel ist ganz dunkel.05:19
  • Nautische MorgendämmerungSonne 12 Grad unter dem Horizont. Der Horizont ist auf See sichtbar.05:59
  • Bürgerliche MorgendämmerungSonne 6 Grad unter dem Horizont. Hell genug, um im Freien zu lesen.06:39
  • Bürgerliche AbenddämmerungSonne 6 Grad unter dem Horizont. Hell genug, um im Freien zu lesen.19:11
  • Nautische AbenddämmerungSonne 12 Grad unter dem Horizont. Der Horizont ist auf See sichtbar.19:51
  • Astronomische AbenddämmerungSonne 18 Grad unter dem Horizont. Der Himmel ist ganz dunkel.20:31

Alle Zeiten erscheinen in der Ortszeit (Europe/Berlin), Sommerzeit eingerechnet.

Berechnet mit den Algorithmen der NOAA. Die Genauigkeit liegt bei etwa einer Minute, nahe den Polen schlechter.

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Kopieren Sie den Code und fügen Sie ihn dort ein, wo das Werkzeug erscheinen soll, etwa in einem Blogbeitrag oder auf einer Schulseite. Es ist kostenlos, der Rahmen enthält keine Werbung, und das Werkzeug rechnet im Browser der Besucher.

So funktioniert es

Der Sonnenaufgang wird von dem Augenblick an gerechnet, in dem der obere Rand der Sonnenscheibe am Horizont sichtbar ist, nicht wenn die Mitte ihn passiert. Dazu kommt, dass die Atmosphäre das Licht bricht, sodass die Sonne sichtbar ist, während sie geometrisch noch knapp unter dem Horizont steht. Zusammen machen beide den Tag einige Minuten länger, als reine Geometrie ergäbe.

Deshalb ist der Tag zu den Tagundnachtgleichen gut zwölf Stunden lang, obwohl der Name sagt, Tag und Nacht sollten gleich lang sein.

Am höchsten steht die Sonne zum wahren Mittag, der selten um zwölf Uhr eintritt. Zwei Dinge verschieben ihn: wo in der Zeitzone der Ort liegt, und die Zeitgleichung, die daher rührt, dass die Erdbahn elliptisch ist und die Erdachse geneigt. Eine Sonnenuhr kann je nach Jahreszeit bis zu einer Viertelstunde von der Uhr abweichen.

Die Dämmerung wird nach dem Stand der Sonne unter dem Horizont in drei Phasen geteilt. Die bürgerliche Dämmerung reicht zum Lesen im Freien, die nautische, um auf See den Horizont zu erkennen, und nach der astronomischen Dämmerung ist der Himmel ganz dunkel.

Nördlich des Polarkreises hört die Sonne einen Teil des Jahres auf, auf- und unterzugehen. Dann erscheinen Mitternachtssonne oder Polarnacht statt einer Uhrzeit.

Die Zeiten werden mit den Algorithmen der NOAA berechnet und stimmen auf etwa eine Minute genau. Nahe den Polen läuft die Sonne so flach auf den Horizont zu, dass ein kleiner Höhenunterschied einen großen Zeitunterschied ergibt; dort sind die Zeiten als ungefähr zu lesen.

Die Sonnenwenden 2026 in Deutschland

Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Tageslänge zur Sommer- und zur Wintersonnenwende für fünf Städte von Süd nach Nord, in Ortszeit und mit Sommerzeit, wo sie gilt. Gerechnet wird mit demselben Verfahren wie im Werkzeug oben.

StadtSommersonnenwende, 21. JuniWintersonnenwende, 21. Dezember
Auf–unterTageslängeAuf–unterTageslänge
München05:13–21:1816 Std. 4 Min.08:01–16:228 Std. 21 Min.
Frankfurt am Main05:15–21:3916 Std. 23 Min.08:22–16:258 Std. 3 Min.
Köln05:18–21:5016 Std. 32 Min.08:33–16:287 Std. 55 Min.
Berlin04:43–21:3316 Std. 50 Min.08:15–15:547 Std. 39 Min.
Hamburg04:50–21:5317 Std. 3 Min.08:34–16:027 Std. 27 Min.

In Berlin fällt der früheste Sonnenuntergang des Jahres auf den 13. Dezember um 15:52, einige Tage vor der Wintersonnenwende, und der späteste Sonnenaufgang auf den 30. Dezember um 08:17, einige Tage danach.

Acht Breitengrade zwischen Oberstdorf und Sylt

Deutschland reicht vom Haldenwanger Eck bei Oberstdorf, rund 47 Grad 16 Minuten nördlicher Breite, bis zum Ellenbogen auf Sylt bei etwa 55 Grad 3 Minuten. Das sind knapp acht Breitengrade, und sie machen sich vor allem an den Sonnenwenden bemerkbar: Je weiter nördlich ein Ort liegt, desto flacher steht die Sonne, desto länger ist ihr Bogen über dem Horizont im Sommer und desto kürzer im Winter.

Zur Sommersonnenwende ist der Tag am Nordrand des Landes rund anderthalb Stunden länger als im äußersten Süden – gut siebzehn Stunden gegenüber knapp sechzehn. Zur Wintersonnenwende kehrt sich das um: knapp achteinhalb Stunden im Alpenvorland, gut sieben auf den nordfriesischen Inseln. Zu den Tagundnachtgleichen im März und im September ist der Tag dagegen überall im Land fast genau zwölf Stunden lang; der Unterschied zwischen Nord und Süd verschwindet dann fast vollständig.

In Ost-West-Richtung reicht Deutschland von etwa 5 Grad 52 Minuten östlicher Länge im Selfkant bis 15 Grad 2 Minuten an der Neiße. Ein Längengrad entspricht vier Minuten Sonnenzeit, die Sonne geht im Osten des Landes also gut 36 Minuten früher auf als im Westen – gerechnet zur gleichen Uhrzeit auf der gleichen Uhr.

Die Uhr und die Sonne gehen auseinander

Die gesetzliche Zeit in Deutschland ist die mitteleuropäische Zeit, also die Sonnenzeit des 15. Längengrads Ost. Sie wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig dargestellt und verbreitet; Grundlage ist das Einheiten- und Zeitgesetz. Nur ein schmaler Streifen an der Oder und der Neiße liegt auf diesem Meridian. Im Rheinland, bei knapp 7 Grad Ost, steht die Sonne rund 32 Minuten nach zwölf Uhr am höchsten, in Berlin rund sechs Minuten danach.

Dazu kommt die Zeitgleichung: weil die Erdbahn eine Ellipse ist und die Erdachse geneigt steht, läuft die wahre Sonne der mittleren um bis zu 16 Minuten voraus oder hinterher. Anfang November steht die Sonne am frühesten im Zenit, Mitte Februar am spätesten. Der wahre Mittag kann in Deutschland deshalb zwischen etwa 11.40 Uhr und 12.50 Uhr liegen, bevor die Sommerzeit dazukommt.

Die Sommerzeit verschiebt die Uhr, nicht die Sonne. Sie beginnt nach der Sommerzeitverordnung am letzten Sonntag im März um 2 Uhr und endet am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr; die Termine sind europaweit durch die Richtlinie 2000/84/EG festgelegt. In diesen Monaten kommen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nach der Uhr eine Stunde später, und der wahre Mittag rückt in den Westen des Landes bis nahe an 13.40 Uhr.

Warum der früheste Sonnenuntergang vor der Sonnenwende liegt

Die Wintersonnenwende bringt den kürzesten Tag, aber nicht den frühesten Sonnenuntergang. Weil der wahre Mittag im Dezember von Tag zu Tag etwa eine halbe Minute später fällt, wandern Aufgang und Untergang gemeinsam nach hinten. Der früheste Untergang liegt deshalb rund zehn Tage vor der Sonnenwende, der späteste Aufgang ungefähr ebenso lange danach.

Praktisch heißt das: Die Abende werden schon vor Weihnachten spürbar länger, während die Morgen bis weit in den Januar hinein dunkel bleiben. Dasselbe geschieht im Sommer spiegelbildlich – der früheste Sonnenaufgang liegt einige Tage vor dem 21. Juni, der späteste Untergang einige Tage danach.

Dämmerung und die kurzen Nächte im Juni

Als Sonnenaufgang gilt der Augenblick, in dem der obere Rand der Sonnenscheibe den Horizont berührt. Weil die Atmosphäre das Licht bricht, steht die Sonne dann rechnerisch noch etwa 50 Bogenminuten unter dem Horizont; mit diesem Standardwert rechnen die astronomischen Jahrbücher und auch das Werkzeug oben. Bei ungewöhnlichen Luftschichtungen kann der tatsächliche Aufgang um ein bis zwei Minuten abweichen.

Die Dämmerung wird in drei Stufen gemessen: bürgerlich bis 6 Grad, nautisch bis 12 Grad und astronomisch bis 18 Grad Sonnentiefe. Daraus folgt eine Grenze, die mitten durch Deutschland läuft. Nördlich von etwa 48 Grad 34 Minuten – also fast überall außer im südlichen Bayern und Baden-Württemberg – sinkt die Sonne um die Sommersonnenwende nie tiefer als 18 Grad unter den Horizont: Die astronomische Nacht fällt dann für mehrere Wochen ganz aus. Nördlich von etwa 54 Grad 34 Minuten, also auf Sylt und an der Flensburger Förde, bleibt es um den Johannistag herum auch nautisch nie ganz dunkel.

Mitternachtssonne und Polarnacht gibt es in Deutschland dagegen nicht. Dafür müsste ein Ort nördlich des Polarkreises bei 66 Grad 34 Minuten liegen, und dorthin fehlen selbst Sylt mehr als elf Breitengrade.

Astronomische und meteorologische Jahreszeiten

Die astronomischen Jahreszeiten beginnen mit den Sonnenwenden und den Tagundnachtgleichen, also um den 20. März, den 21. Juni, den 22. September und den 21. Dezember. Weil das Jahr nicht genau 365 Tage hat, wandern die Termine um ein bis zwei Tage; das Werkzeug berechnet sie für jedes Jahr neu statt sie fest einzutragen.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet dagegen mit meteorologischen Jahreszeiten, die am 1. März, 1. Juni, 1. September und 1. Dezember beginnen und jeweils drei volle Kalendermonate umfassen. Das erleichtert den Vergleich von Monatsmitteln über die Jahre hinweg. Wenn also eine Meldung den Sommeranfang auf den 1. Juni legt und der Kalender den 21. Juni nennt, widersprechen sich die beiden nicht – sie messen Verschiedenes.

Quellen

So werden die Werkzeuge geprüft