Tassen in Gramm
Wählen Sie Menge, Maß und Zutat, dann sehen Sie, was es wiegt und wie viel es in anderen Maßen ist.
Weizenmehl (Type 405)
120,7g
Dieselbe Menge in anderen Maßen
| Gramm | 120,7 g |
|---|---|
| Esslöffel (EL) | 14,4 |
| Teelöffel (TL) | 43,1 |
| Deziliter (dl) | 2,15 |
| Milliliter (ml) | 215,5 |
Metrische Maße getaucht, amerikanische mit dem Löffel gefüllt, beide glatt gestrichen. Mehl und Kakao können je nach Befüllen um rund zehn Prozent abweichen.
So funktioniert es
Ein Maß sagt, wie viel Platz etwas einnimmt, nicht was es wiegt. Ein Cup Wasser wiegt 237 Gramm, ein Cup Weizenmehl aber nur rund 121, weil Mehl Luft enthält. Deshalb muss die Umrechnung die Zutat kennen.
Die Werte folgen der Tradition, zu der das Maß gehört. Amerikanische Cups und Löffel werden mit dem Löffel gefüllt und glatt gestrichen, wie King Arthur und das USDA messen, metrische Maße dagegen in die Tüte getaucht und glatt gestrichen, wie die schwedische Lebensmittelbehörde misst. Für Weizenmehl sind das 121 Gramm pro Cup gegenüber 56 Gramm pro Deziliter. Rechnen Sie bei Mehl, Puderzucker und Kakao mit rund zehn Prozent Abweichung in beide Richtungen, je nachdem, wie Sie das Maß füllen; Zucker, Salz und Flüssigkeiten sind kaum betroffen.
Im deutschsprachigen Raum wird meist in Gramm abgewogen, Cups begegnen einem vor allem in amerikanischen Rezepten. Ein US-Cup fasst 236,6 ml und ein metrischer Cup in Australien, Kanada und Neuseeland 250 ml. Eine britische Tasse als Maß gibt es nicht: britische Rezepte geben trockene Zutaten in Gramm an, und in alten Kochbüchern fasst eine Tasse rund 170 ml, während 284 ml als tumbler bezeichnet werden. Ein Esslöffel hat 15 ml und ein Teelöffel 5 ml; der australische Esslöffel hat 20 ml.
Brauner Zucker steht zweimal in der Liste: locker eingefüllt, wie deutschsprachige Rezepte ihn meinen, mit 70 Gramm pro Deziliter, und festgedrückt, wie amerikanische Rezepte ihn meinen, mit 220 Gramm pro Cup. Butter wird in fester Form gerechnet; ein amerikanischer Stick Butter ist ein halber Cup, etwa 113 Gramm.
Die Werte stammen von King Arthur Baking und den Haushaltsmaßen des USDA für die amerikanischen Maße und von der schwedischen Lebensmittelbehörde Livsmedelsverket für die metrischen. Da beide Traditionen verwendet werden, bleibt beim Umrechnen das Gewicht erhalten und nicht das Volumen: ein Cup Weizenmehl ergibt knapp 2,2 Deziliter, nicht 2,4.
Was ein Maß wiegt
Gramm für die häufigsten Zutaten in den Maßen, die in deutschen Rezepten vorkommen, und zusätzlich in der amerikanischen Cup. Gerechnet wird mit denselben Werten wie im Werkzeug oben. Jedes Maß wird in seiner eigenen Tradition bestimmt: die Milliliterangaben und die Löffel so, wie die schwedische Lebensmittelbehörde misst, nämlich eingetaucht und abgestrichen, die Cup so, wie amerikanische Tabellen messen, nämlich locker eingefüllt und abgestrichen.
| Zutat | 100 ml | 1 EL (15 ml) | 1 TL (5 ml) | 1 Cup (USA) |
|---|---|---|---|---|
| Wasser | 100 g | 15 g | 5 g | 237 g |
| Milch | 103 g | 15 g | 5,2 g | 244 g |
| Weizenmehl (Type 405) | 56 g | 8,4 g | 2,8 g | 121 g |
| Weizenvollkornmehl | 60 g | 9 g | 3 g | 114 g |
| Roggenmehl | 53 g | 8 g | 2,7 g | 106 g |
| Zucker | 85 g | 13 g | 4,3 g | 199 g |
| Brauner Zucker | 70 g | 11 g | 3,5 g | 144 g |
| Brauner Zucker, festgedrückt | 93 g | 14 g | 4,7 g | 220 g |
| Puderzucker | 60 g | 9 g | 3 g | 114 g |
| Butter | 95 g | 14 g | 4,8 g | 227 g |
| Kakaopulver | 40 g | 6 g | 2 g | 85 g |
| Haferflocken | 39 g | 5,9 g | 2 g | 90 g |
| Langkornreis | 85 g | 13 g | 4,3 g | 185 g |
| Feines Speisesalz | 125 g | 19 g | 6,3 g | 291 g |
| Backpulver | 100 g | 15 g | 5 g | 220 g |
| Honig | 140 g | 21 g | 7 g | 338 g |
Warum dasselbe Maß verschieden viel wiegt
Ein Maß fasst ein Volumen. Was es wiegt, hängt von der Dichte der Zutat ab und davon, wie viel Luft mit hineinkommt. Wasser und Milch wiegen fast gleich viel; Mehl, Puderzucker, Kakao und Haferflocken sind dagegen luftig und wiegen bei gleichem Volumen nur einen Bruchteil davon. Honig und Salz liegen darüber, weil sie dichter sind als Wasser.
Bei den luftigen Zutaten entscheidet auch die Art des Abmessens. Wer den Becher in die Mehltüte taucht, verdichtet das Mehl und bekommt mehr davon als jemand, der es locker einfüllt und abstreicht. Der Unterschied kann zehn Prozent und mehr betragen – genug, um einen Hefeteig zu fest und einen Rührkuchen trocken werden zu lassen. Bei Kristallzucker, Salz und Flüssigkeiten fällt er kaum ins Gewicht.
Die beiden Messtraditionen unterscheiden sich genau darin. Amerikanische Tabellen wiegen Mehl, das mit einem Löffel in die Cup gefüllt und abgestrichen wurde; die nordischen Behördentabellen wiegen das Maß, das in die Tüte getaucht und abgestrichen wurde. Das Werkzeug oben rechnet jedes Maß in seiner eigenen Tradition und behält beim Umrechnen das Gewicht bei, nicht das Volumen. Eine Cup Weizenmehl entspricht deshalb etwas weniger als 2,2 Deziliter nordisch gemessen – und nicht den 2,4 Deziliter, die sich aus den Volumina allein ergäben.
Deutsche Rezepte rechnen in Gramm
In deutschen Kochbüchern stehen Mehl, Zucker und Butter in Gramm, Flüssigkeiten in Millilitern. Die Küchenwaage ist das Standardgerät, und das ist ein praktischer Vorteil: Ein Rezept aus einem deutschen Buch lässt sich überall nachkochen, während ein amerikanisches erst umgerechnet werden muss.
Volumenmaße bleiben für kleine Mengen. Der Esslöffel fasst 15 Milliliter, der Teelöffel 5 Milliliter; beides sind metrische Standardmaße und keine Bestecke aus der Schublade, die je nach Form deutlich abweichen. „Eine Prise“, „eine Messerspitze“ und „ein Schuss“ sind dagegen keine Maße, sondern Hinweise darauf, dass es nicht darauf ankommt.
Eine genormte deutsche Tasse gibt es nicht. Wo in einem älteren Rezept „eine Tasse“ steht, ist die Kaffee- oder Teetasse des Haushalts gemeint, und deren Inhalt schwankt erheblich. Wer ein solches Rezept übernimmt, misst am besten einmal nach und rechnet danach in Milliliter um.
Bei Mehl kommt die deutsche Typenbezeichnung hinzu. Die Type nach DIN 10355, der Norm für Mahlerzeugnisse aus Getreide, gibt den Mineralstoffgehalt in Milligramm je 100 Gramm Trockenmasse an: Type 405 ist das helle Haushaltsmehl, Type 550 wird für Hefeteige und Brötchen genommen, Type 1050 ist dunkler, Roggenmehl gibt es als 815, 997 und 1150. Für das Gewicht je Volumen macht die Type wenig aus, für die Wasseraufnahme des Teigs dagegen viel.
Cups, Löffel und Gramm
Die amerikanische Cup fasst 236,588 Milliliter – acht US-Flüssigunzen nach dem NIST Handbook 44. Die metrische Tasse in Australien, Kanada und Neuseeland fasst 250 Milliliter, und der Esslöffel misst überall 15 Milliliter außer in Australien, wo er 20 fasst. Wer ein Rezept aus einer dieser Küchen übernimmt, sollte prüfen, welche Cup gemeint ist: Der Unterschied von 5 Prozent summiert sich beim Backen.
Die Gewichtswerte im Werkzeug stammen aus den Tabellen, die in der jeweiligen Tradition maßgeblich sind: für die amerikanischen Maße die Ingredient Weight Chart von King Arthur Baking und die Haushaltsmaße in USDA FoodData Central, für die metrischen Maße die schwedischen Behördentabellen. Wo die Quellen auseinandergehen, steht ein abgewogener Mittelwert.
Britische Rezepte geben trockene Zutaten in Gramm an – deshalb ist ein britisches Kochbuch auf dem Kontinent leichter zu benutzen als ein amerikanisches. Eine britische Cup gibt es nicht; das Weights and Measures Act 1985 kennt Pint, Gill und Fluid Ounce, aber kein Tassenmaß. Moderne britische Autorinnen, die trotzdem Cups schreiben, meinen die metrische Tasse zu 250 Millilitern.
Brauner Zucker: locker oder festgedrückt
Bei keiner anderen Zutat macht die Art des Einfüllens so viel aus. Amerikanische Rezepte meinen braunen Zucker fest in die Cup gedrückt – so fest, dass er beim Stürzen die Form behält. Deutsche und andere europäische Rezepte meinen ihn locker eingefüllt. Deshalb steht er in der Tabelle zweimal.
Festgedrückt passt rund ein Drittel mehr in dasselbe Maß, und das ist in Süße wie in Krume deutlich zu merken. Nehmen Sie den festgedrückten Wert, wenn im Rezept „packed“ steht oder es aus einer amerikanischen Quelle stammt, und sonst den lockeren.
Verwechslungsgefahr besteht außerdem beim Namen. Brauner Zucker im deutschen Handel ist meist Rohrzucker oder karamellisierter Raffinadezucker und rieselt trocken; der amerikanische „brown sugar“ und der skandinavische Farinzucker sind feucht und klebrig, weil ihnen Melasse zugesetzt ist. Nur der feuchte Zucker lässt sich überhaupt festdrücken.
Wiegen, wo es darauf ankommt
Eine Küchenwaage liefert jedes Mal dasselbe Ergebnis, ganz gleich, was das Mehl auf dem Weg erlebt hat. Deshalb geben Bäcker und die meisten neueren Kochbücher Mehl und Zucker in Gramm an. Für Flüssigkeiten, Gewürze und kleine Mengen genügen Volumenmaße vollkommen.
Butter lässt sich am einfachsten nach dem Aufdruck der Packung abteilen: Das deutsche Päckchen wiegt 250 Gramm und ist meist in Portionen von 62,5 Gramm markiert. Ein amerikanischer Stick wiegt 113 Gramm und entspricht einer halben Cup – daher stammt die Angabe in Sticks, die in übersetzten Rezepten oft stehen bleibt.
Bei Backtriebmitteln lohnt das Wiegen besonders. Ein Päckchen Backpulver ist auf 500 Gramm Mehl abgestimmt; wird das Rezept verkleinert, führt ein zu großzügiger Teelöffel schnell zu einem seifigen Beigeschmack. Hier gilt dasselbe wie beim Salz: Das Maß ist klein, der Fehler relativ groß.